Samstag, 28. Februar 2015

Existenzgründer Tagebuch - Endlose ToDo Liste, Kombination der MustDos, Wie man entscheidet welche ToDos jetzt gemacht werden und Eins nach die Zwei

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Es ist mal wieder soweit.
Einer der Momente, in denen du dir vornimmst, dich an den Rechner zu setzen und XY zu erledigen.

Und noch während du deinen Laptop aus der Tasche packst und das Kabel in die Hand nimmst, fällt dir ein, dass du dies noch tun könntest und jenes noch machen wolltest.
Und XY wolltest du noch eine Email schreiben.
Ach und wieviele unbeantwortete Mails sich wohl angesammelt haben.
Und dann hast du ein schlechtes Gewissen, weil du die ganze Woche todkrank im Bett gelegen bist und kein Stück für dein Geschäft getan hast. Aber du warst krank. Du hattest nicht mal Lust zu schreiben. Und normalerweise hast du IMMER Lust zu schreiben.
Aber in der vergangenen Woche eben nicht.
Weil du krank warst.
Und zwar ordentlich.
Als ob dich die männliche Todesgrippe erwischt hätte....


Es füllt sich also in Sekundenbruchteilen eine endlose ToDo Liste, mit Dingen die du jetzt am Laptop erledigen könntest/solltest/wolltest.
Und direkt im Anschluss daran, wird dir alles zu viel und Überforderung setzt ein und du überlegst kurz, ob du den Laptop gleich wieder einpackst und dich schlafen legst.....


Wie geht man nun vor?

Ich weiß es nicht.
Wie geht man denn nun vor?

Nachdem ich in der vergangenen Woche wie weggetreten im Bett lag und weder Lust zu Schreiben oder Denken hatte, setzt nun endlich wieder Tatendrang ein. Unterstützt von Inspiration und Einsicht.
Einsicht, dass ich nicht alles alleine schaffen kann. Niemals.
Neben 50 Stunden pro Woche, die an meinen Vollzeitjob fallen (inkl. Pausen- und Fahrtzeit) bleibt eben nicht all zu viel Zeit für mein eigenes Geschäft übrig, wenn man die notwendigen Punkte Schlaf, Essen, Kontaktpflege und Selbstliebe berücksichtigt.

Eine Möglichkeit wäre, die verschiedenen MustDos zu kombinieren.

Im Schlaf Essen und Arbeiten funktioniert natürlich nicht....
Aber ich könnte zum Beispiel vermehrt die Kontaktpflege, also Zeit mit meinen Lieben zu verbringen, mit den anderen Punkten verbinden.

 Essen mit/bei Mama,
Selbstliebe (Ruhe und Pflege) mit der besten Freundin oder Mama.
Preisrecherchen mit dem Mann
Auf die Messe mit der Schwägerin
Schmuckproduktion mit den Freundinnen
Blogideen mit den besten Freunden brainstormen
Diverse Pagegestaltungen (wie meine TermineSeite) von der besten Freundin erledigen lassen
usw.

Ich denke ihr wisst worauf ich hinaus will.
Es gibt nahezu endlose Möglichkeiten um diese Punkte zu kombinieren. Und anders geht es als NebenbeiSelbstständige auch nicht.
Bzw. geht es alleine nicht.

Es gibt so viele Kleinigkeiten die zu erledigen sind. An die man denken muss, die man strukturieren muss, die man ausarbeiten muss, die getippt werden müssen, die geordnet werden müssen, um die man sich kümmern muss, die man nicht vergessen darf, die Zeit kosten.



Was tut man also, wenn im Kopf in Null Komma nichts 3000 ToDos auf die Liste hüpfen?


Erst mal atmen.
Setz dich und atme.
Lass nicht zu, dass sie dich überfordern. Dass sie den Perfektionisten und Alles-selber-Macher in dir kitzeln.
Dass sie die Muse verjagen, die gerade loslegen wollte.

Sortiere die Dinge mal ein wenig.
Du könntest alle aufschreiben. Einfach mal ohne Ordnung alles aufschreiben. Raus aus dem Kopf und ohne auszuflippen (ohgottsinddasviele) ansehen, was da nun steht.

Und dann gibt´s eine kleine Fragerunde:


  • Welche musst du wirklich sofort machen? (universelle Antwort- KEINE!)
  • Welche solltest du sehr bald machen?
  • Welche kannst du erst machen, wenn XYZ zuvor erledigt wurde? (das sind dann die, die eigentlich keine richtigen ToDos sind. Das sind eher kleine Projekte, da sie mehrere ToDos beinhalten und deshalb auf eine andere Liste gehören.)
  • Welche könnte jemand anderes machen? (wenn du dich überwinden kannst und ein paar Zugangsdaten zu diversen Seiten herausgibst)
  • Welche würdest du jetzt gerne machen wollen? (hör zu!)
  • Wonach ist dir bzw. wonach fühlst du dich? (höööör zu!)
  • Was würde jetzt den größten Unterschied für dich und dein Geschäft machen, wenn es erledigt wäre?


(die Fragerunde kannst du beliebig mit deinen eigenen Kriterien erweitern. Und ich möchte dir hier auch nicht vorschreiben, welche Antworten auf welche Fragen nun die WICHTIGSTEN TODOs sind, die du jetzt machen sollst. DU ENTSCHEIDEST, welche Frage dir die richtige Antwort gibt.)

Und dann atme nochmal und fang an.

Fang an. Mit dem was du jetzt hast.


Und mach nicht 13 gleichzeitig sondern "EINS NACH DIE ZWEI"




Es fühlt sich toll an wieder zu Schreiben. Wieder zurück zu sein. Zurück unter den "Lebenden".
Ich hab euch vermisst.

Und ich geh jetzt arbeiten ;)

Bis bald




Freitag, 30. Januar 2015

{Paperworld / Creativeworld 2015} Handy Vorbereitung

Um heute nach Feierabend ordentlich organisiert losstarten zu können, gleich mal das Handy entsprechend ausstatten.

Neuen Bildschirm anlegen und alle wichtigen Apps rüberschieben.

Außerdem macht's Sinn gleich schonmal den Online-Check-In vorzunehmen und die mobilen Boardkarten runterzuladen.

Und so könnte das ganze dann aussehen:

Donnerstag, 29. Januar 2015

Zeitmanagement für Perfektionisten, Kreative und Chaoten. Wie man´s NICHT macht...




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 (Dieser Post ist meiner lieben Eva gewidmet. Danke)



Ich fliege morgen nach Frankfurt zur Paperworld und Creativeworld 2015.
Eigentlich ein wundervoller Gedanke. Und eigentlich was, worauf ich mich freuen sollte.
Aber….




Ich fühle mich gehetzt.
Rastlos.
Ruhelos.
Abschalten erlaube ich mir nicht.
Viel zu viel wäre noch zu erledigen.
Oder sollte bereits erledigt sein.
Nie im Leben wären all diese Dinge mit normalen 24 Stunden Tagen zu erledigen.
NIEMALS!

Aber ich packe mir meine ToDo Listen und meinen Kalender jedesmal wieder so voll.
Voller Tatendrang packe ich Projekte an, blocke mir im Kalender Zeiten dafür und freue mich beim Planen schon darauf, wie toll und geplant und organisiert das diesmal alles ablaufen wird.
Und wie viel ich doch schaffen werde.

Und meist funktioniert es eben nicht! (hallo rückläufigerMerkur)

Weil wichtige Komponenten nicht mit eingerechnet wurden.
Und die nennen sich Unvorhergesehenes, andere Menschen, Erschöpfung und Spontanität.

Jeder x-beliebige Ratgeber schreibt von „Prioritäten setzen“.
Jaaaa. Schön. Ich hab´s begriffen.
Das mache ich jetzt.
Projekt 1,2 und 3 ist mir wichtig. Die bekommen Priorität und vorab geblockte Zeitblöcke, damit ich mich ihnen widmen kann.

Und dann?

Dann fällt in der Arbeit mehr an und ich muss länger bleiben. Somit wird ganz automatisch und fast unbemerkt (weil man ja ordentlich beschäftigt ist) ein großer Teil der Projekt 1 Zeit aufgefressen…

Oder Mama schreit nach Hilfe. Nina-Hagen-Faschings-Maskierung braucht meinen Beistand  und meine Hilfe und meine Zeit. Oder besser gesagt Projekt 2´s Zeit….


Und dann kommt vieeeel zu spät endlich die GeburtstagsLieferung für die beste Freundin. Darauf wartet man schon ewig.  Die möchte man natürlich endlich überreichen. Also knappst man von der Packen-für-die-Paper-/Creativeword-Zeit mal noch eine halbe Stunde ab. (Die meistens zu einer vollen  Stunde wird…)



Ich bin mir sicher, jeder einzelne von euch könnte diese BeispielListe unendlich fortsetzen.

Gewisse Dinge/Menschen/Tatsachen sind  einfach mal schnell im Kalender dazwischen gehüpft.

Wie heißt es so schön: Leben ist das was passiert, während du andere Pläne hattest.



Toll!

Die große Frage ist jedoch:


Wie geht man jetzt vor???


Schiebt man dann insgesamt alles um die aufgewendete Zeit nach hinten?
Oder zwickt man von den nachfolgenden, vorab geplanten Tätigkeiten die entsprechende Zeit ab?
Sollte man gleich von vornherein pro Tag 3 Stunden „Unvorhergesehenes“ einplanen??
Und selbst wenn man die „verlorene“ Zeit wieder irgendwo reingeholt hat (allein das klingt schon so unendlich hektisch)  selbst dann, bleibt noch der Faktor Energie!

Der Faktor Energie darf nicht vergessen werden.
Nach 11 Stunden Vollzeittätigkeit und einer dreiviertel Stunde fluchender Schneegestöberfahrerei und 2 Stunden dazwischengehüpfte Tätigkeit, ist man platt!

Da hast du gekocht und gegessen auch noch nicht. Oder mal geatmet. Oder die 30 Minuten Wohnungspflege erledigt…..

Da kommst du dann vollkommen gehetzt und getrieben nach Hause, machst die Tür hinter dir zu, stellst deine 13 Taschen ab, siehst vor deinem inneren Auge die lange ToDo Liste, die für heute eigentlich GEPLANT war und schickst einen grauenvollen Seufzer durch die Lippen.



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Wie geht man jetzt VOR?!


Ich freue mich das ganze Jahr über auf das letzte JanuarWochenEnde. Auf meine Messe.
Ich nehme nicht, wie all meine Kollegen, zwischen den Jahren Urlaub, sondern ich sitze in der Arbeit.
Wenn ich durch die leeren Gänge laufe, tröste ich mich mit dem Gedanken, dass ich Ende Januar Urlaub hab und meine Messe besuchen kann.

Aber wegen akuter GESTRESSTHEIT finde ich nicht mal die Zeit um mich der Vorfreude zu widmen. Kein bisschen. Stattdessen empfinde ich meinen „Ausflug“ sogar noch als Stress.
Eben weil ich davor noch so viel erledigt haben wollte…..


WIE GEHT MAN JETZT VOR?!!!!1elf


Die Prioritäten-Menschen antworten mir „du musst eben rigoros alles andere absagen, was dazwischen kommt. Selbst wenn ich wollen würde, sage ich Nein - Schon was anderes vor“ und „ich habe keine ToDos, ich habe Termine mit mir selbst. Und die werden genauso eingehalten, wie Termine mit anderen. Wenn nicht sogar noch penibler“


Und die Lass-es-fließen-Menschen sagen „ach, so geht es doch jedem. Das mit dem Planen habe ich schon lange aufgehört. Man macht die Dinge eben dann wenn man Zeit dafür hat“
– JA ABER DAS IST DOCH GENAU DAS PROBLEM!!! Ich hab erst in 3 Wochen wieder Zeit.  Ich plane mir die Sachen um voranzukommen. Weil ich diese Projekte GERNE mache. Aber 3000 Sachen kommen dazwischen. Oder die Energie geht einem davor aus. Und dann schiebt man rum und lässt manches aus und anderes fällt hinten runter und dann ist es 3 Wochen später immer noch nicht erledigt!!

- „Du machst dir selbst viel zu viel Druck und du erwartest zu viel von dir“

- Nein eigentlich erwarte ich überhaupt nicht viel von mir. Ich weiß was ich kann und was ich mir zumuten kann, aber ich krieg´s nicht hin. Die Zeit reicht nicht, ich kann schlecht nein sagen, vor allem nicht bei meinen Lieben und irgendwie mache ich die ganze Zeit nur Zeugs, auf das ich eigentlich keine Lust hab bzw. nur ein bisschen Lust habe, aber es nicht mal ansatzweise genießen kann, weil ich im Kopf hab, was ich EIGENTLICH GERADE TUN WOLLTE!!!

- „Du machst dir selbst viel zu viel Druck und du erwartest zu viel von dir“


Und dann bin ich still

weil vielleicht hat sie Recht…..







Gedanken? Tipps? Aufmunterungen? Arschtritte?


Ich übe in der Zwischenzeit mal „Vorfreude“ ;)

nachdenkliche rastlose Grüße





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