Dienstag, 11. November 2014

ExistenzGründerTagebuch - Es gibt definitiv auch schlechte Tage


(Nachträglich hier oben eingefügter Hinweis:
Aufgrund des Videos das ihr da unten findet, sollte dieser Artikel eigentlich so heißen:
Was tun, wenn du keine Nische findest. Wenn du dich nicht entscheiden kannst oder willst
Wie sich jedoch während dem Schreiben gerade herausstellt, geht´s darum überhaupt nicht. Es geht um schlechte Tage. Um Selbstzweifel. Um Unsicherheit. Um alles in Frage stellen. Um bist du hier richtig? Um erfüllt dich das? Um hast du dich richtig entschieden? Um solltest du vielleicht einfach alles sein lassen, deine Seite löschen, die Visitenkarten verbrennen und pfeifend so tun, als wäre nie was passiert?....
Darum geht´s in dem Artikel. All meine "ich möchte mein Hobby zum Beruf machen und selbst bestimmen was ich tue oder nicht"-Freunde, es gibt einfach auch mal scheiß Tage.... Die gehören dazu und sind wichtig und bringen dich dazu, selbstkritisch all deine inneren Fragen zu stellen und zu beantworten. Um dir neue Klarheit, Zuversicht, Motivation, Erkenntnis, Sortierung, Wegrationalisierung und vieles vieles mehr zu geben.
Nun aber genug von diesem nachträglich eingefügten Hinweis. Fangen wir mal mit dem ursprünglichen Artikel und Gedankengang an.)




Mein ExistenzgründerTagebuch.

Viele Artikel stehen schon fast fertig in meinem Filofax. Sehr sehr wenige habe ich bislang veröffentlicht.
Weil keine Zeit da ist. Weil ich Schmuck produziere.
Und zwar wie am Fließband.

Weil ich innerhalb von 3 Monaten 3 Marktstände hatte und habe (der nächste ist Ende November, siehe "Termine") und ich mich komplett überfahren fühle.


Es fühlt sich momentan an, als würde mein Geschäft MICH führen und nicht andersrum.

Ich kann auch nicht sagen, ob ich vielleicht einfach nicht die richtigen Entscheidungen getroffen habe. Oder ob es nunmal einfach gerade nicht so leicht und spaßig ist, wie sonst.
Oder ob einfach auch das Außenrum gerade in Summe zuviel ist.
Oder ob ich einfach mal die Klappe halten sollte Zähne zusammenbeißen, aufhören zu jammern und weitermachen....

Wer weiß.

Darum geht´s aber auch gerade gar nicht.

Es geht darum, dass es als Selbstständige, Nebenbeigründerin, Kleinunternehmer, oder wie auch immer man es nennen möchte oder sollte (da es da ja definitiv steuerlich und gesetzlich nochmal namentliche Unterscheidungen gibt, die unheimlich wichtig und zu beachten sind....) nämlich

Es geht also darum, dass es auch mal miese Tage gibt.
So richtig mies.

Tage an denen man von einem Netzwerktreffen / GründerpreisTermin nach Hause kommt und sich wirklich fragt, was man da eigentlich macht.
Tage an denen man alles in Frage stellt. Inklusive dich selbst.

Mein Tipp für die richtig schlechten Tage. 

Schreib all deine selbstkritischen und zweifelnden Gedanken auf. Schicke sie vielleicht einer Person die genügend Insiderwissen (inside you) und aber auch analytischen Abstand hat, dir das ganze aus einer ganz anderen Perspektive darstellen kann und dann leg dich ins Bett und schlaf.

Ja wirklich. Schlaf einfach drüber.

Morgen schaut die Welt schon wieder ganz anders aus.


Und nachdem du dann am nächsten Tag mit ein paar Leuten über dein Dilemma und die Situation gesprochen hast und  der Lösung deines Problems immer näher kommst, nimmst du dann am Abend ganz spontan ein Video auf.
Und erzählst dir von deiner Situation.
Und schilderst das so gut, wie im Moment möglich.
Und lässt sehr wahrscheinlich recht wichtige Details weg, weil DU weißt sie ja. Der Zuschauer nicht. Aber naja.
Und dann fragst du dich, ob das jetzt so ne gute Idee ist, das tatsächlich zu veröffentlichen.
Und du entscheidest "JA. professionell kann jeder. Ehrlichkeit ist die große Kunst. Und wer weiß, wem ich mit meinem Video helfen kann"
Also veröffentlichst du dein Video.

Und dann schreibst du dazu noch ein bisschen Text. Und aus bisschen Text wird viel Text. Und mittendrin merkst du dass deine Überschrift oder das Thema deines "ExistenzGründerTagebuch"VideoEintrags total am eigentlichen Thema vorbeigeht.

hmmmm.

Also fügst du diese Erkenntnis für den Leser ganz oben in kursiv ein.
"übrigens, das hier war die ursprüngliche Überschrift des Ganzen und wie ich auf diese Einsicht gekommen bin, dass das eben nun doch nicht das Thema des heutigen Artikels ist"


Und dann gehst du wieder runter zu deinem Text und schreibst da weiter.
Und fügst dann noch den EINBETTENCODE vom Video ein.
Und dann benennst du noch die Labels dieses Artikels (weil Labels kann man ja nie genug haben)

Und dann klickst du auf Veröffentlichen und wandelst die URL in eine tinyURL um und postest dein Heulsusenvideo plus ErkenntnisArtikel in deinen SocialMediaKanälen.


So.

Hier mal das Video





Gerne alle Gedanken und Fragen und Anregungen und ALLES unten in die Kommentare. Freu mich auf jeden einzelnen.



Und zusammenfassend möchte ich nochmal sagen: 
DU KANNST DAS!
UND JA, DA WERDEN MIT SICHERHEIT AUCH MAL RICHTIG MIESE TAGE DABEI SEIN. ABER DIE SIND WIRKLICH HILFREICH. na halleluja.
GIB NICHT AUF, JUSTIERE NEU WAS NEU JUSTIERT WERDEN MUSS, SEI EHRLICH ZU DIR, GÖNN DIR AUCH MAL EIN BISSCHEN SELBSTMITLEID (jaaaa du bist ja sooooo arm und verzweifelt)
UND DANN LEG WIEDER LOS. chaka



Donnerstag, 16. Oktober 2014

Du bist ein Anführer. und die Geschichte vom Delegieren



„immer bleibt alles an mir hängen“

„Wenn ich nichts machen würde, dann würde es niemand machen“

„die anderen nehmen es nicht ernst“



So oder so ähnlich könnten die Sätze klingen, die sich die Anführer unter uns immer wieder mal sagen hören.


Als Gruppenleiter oder Organisator kommst du immer wieder mal in Situationen, in denen du dich über fehlende Motivation, Begeisterung, Priorisierung etc. der anderen Beteiligten ärgerst.

Aber lass dir sagen DAS IST VOLLKOMMEN NORMAL
So ist das nunmal. Und wenn es dich tröstet, es geht nicht nur dir so.

Als Anführer bist du das Herz des ganzen Gebildes.
Dein Takt bewegt die Gruppe.
Deine Zielstrebigkeit treibt das ganze an.
Deine Kraft und Energie bewegt die Maschine.


Dir war nicht klar, dass du ein Anführer bist? Na jetzt weißt du es ;)

Vielleicht liegt es auch daran, dass du eine vollkommen falsche Vorstellung von Anführern hast.
Ein Anführer ist nicht zwangsläufig jemand der laut ist oder die Weltherrschaft an sich reißen will.
Auch Ghandi ist ein Anführer. Oder der Dalai Lama. Und auch die Enten Mama ist eine Anführerin. Sie weiß wo es hingeht und passt auf ihre Schützlinge auf. Auch das ist ein Anführer.

Ein Anführer ist jemand
der ein Projekt leitet
oder ein Ziel vor Augen hat auf das hingearbeitet wird
oder eine Gruppe ins Leben gerufen hat und sich um die Organisation kümmert
oder ein gemeinsames Geburtstagsgeschenk für einen Freund in die Runde geworfen hat
oder ein Treffen vorgeschlagen hat
oder einen verantwortungsvollen Posten in einem Verein inne hat
oder einfach jemand der generell immer wieder an den Punkt kommt, an dem er sich fühlt, als würde alles von ihm abhängen…


Es ist wirklich ganz normal, dass es Zeiten gibt, in denen du nicht ganz so viel Energie übrig hast.
In diesen Momenten wird es dir vielleicht einfach zuviel. Dann ärgerst du dich, dass scheinbar sonst niemand etwas dazu beiträgt. Dass alles an dir hängt. Und es scheinbar niemandem sonst wichtig ist.
Solche Durchhänger kommen nunmal vor und gehören dazu. Die gehen auch wieder vorbei.

Das ist das Los der Anführer.
Also ärgere dich nicht.

Und nimm es vor allem nicht persönlich, wenn anderen andere Sachen gerade wichtiger sind. Wenn sie nicht mit so viel Herzblut dran hängen wie du. Wenn sie nicht so viel Zeit investieren, sich so viele Gedanken machen und so viel leisten können/wollen. Vielleicht sind sie auch nur falsch bis gar nicht motiviert. Vielleicht weil ihr Anführer nicht wusste, dass die Gruppendynamik in seiner Hand liegt ;)

Zudem bringen dich solche Tiefpunkte in die Lage zu entscheiden, ob dir dieses Projekt noch so wichtig ist, wie es schien.



Uuuund du kannst an diesem Punkt außerdem überlegen, ob du vielleicht zu wenig deligierst.
Wenn du noch nicht wusstest, dass du zu den Anführern gehörst, dann wusstest du natürlich auch nicht, dass du delegieren kannst. Das solltest du aber.
Ein guter Anführer muss nicht alles alleine machen. Ein guter Anführer weiß, wo die Stärken seines Teams liegen. Wer für welche Aufgaben am besten geeignet wäre. Also gehe gezielt auf diese Person zu und bitte um Erledigung dieser Aufgabe.
Es empfielt sich vielleicht nicht „Ich bin der Anführer, du machst was ich sage“ zu sagen :D


Die Schlüssel beim Delegieren sind:

Diplomatie, Wortgewandtheit, Überzeugungskraft, Zielstrebigkeit, Visualisierung, Motivation, Emphatie, Menschenkenntnis, Vertrauen

  • Verkaufe anderen deine Ideen und ihren Beitrag dabei überzeugend.
  • Mache ihnen die daraus resultierenden Konsequenzen schmackhaft (male ihnen deine Zielvorstellung in den schönsten und buntesten Farben. Nimm sie mit in deine Welt. Lass sie sehen, was du siehst und was du sichtbar machen möchtest. Und wer bitte würde nicht gerne seinen Beitrag zur Realisation dieser Traumvorstellung leisten? ;) )
  • Stelle ihnen eine Belohnung in Aussicht (in Form von Status, Qualifikation, Anerkennung, Dankbarkeit, Einbringung, Selbstverwirklichung, Hilfsbereitschaft, usw)

  • Bringe in Erfahrung,, was deine Anzuführenden bewegt und motiviert (der eine hört gerne Danke, der nächste braucht freie Zeiteinteilung, der andere wird gerne gebraucht, der andere möchte etwas erreichen und stolz auf sich sein.)

  • Baue die Motivationen des Gegenübers wortgewandt und emphatisch in deine AufgabenÜbertragung ein.
Und mit der wichtigste Punkt wäre VERTRAUEN.  
Hab Vertrauen in die Person. Die wird das schon richtig machen.
Und wenn nicht, dann ist es auch kein Beinbruch.
Solange die Zeitvorgaben ordentlich Luft haben, kann man nachbessern.
Und hab Vertrauen in dich. Du wirst dir schon die richtige Person für diese Aufgabe ausgesucht haben.




DU MUSST NICHT IMMER ALLES SELBST MACHEN.

Schreib dir das meinetwegen auf einen Zettel und häng es dir überall auf.
Du musst nicht alles selber machen.
Und du kannst auch gar nicht immer alles selber machen.
Also nutze dein Netzwerk, vertrau den passenden Personen die Aufgaben an, die diese nunmal sehr viel besser und müheloser ausführen können, als du und spare dir eine Menge Stress und Ärger.


Und als AnführerNeuling ist es auch nicht schlimm, wenn du das jetzt erst üben musst. ;)
Das wird schon.


Gedanken dazu?








Dienstag, 14. Oktober 2014

Rückläufiger Merkur - oder "den gleichen Mist hatte ich doch schonmal"



Kann es sein dass ihr momentan mit etwas beschäftigt seid, was ihr eigentlich schon erledigt hattet?

Ein Problem das schon wieder genauso passiert wie es schonmal passiert ist?
Eine Situation die sich richtig unangenehm anfühlt. Die ihr nicht haben wollt. Wegen der ihr euch am liebsten verkriechen würdet.
Ein abgelegtes und vergrabenes Päckchen, das ohne Vorwarnung auf einmal wieder vor euren Füßen lag.

Kann das sein?

Ja ich weiß….

Wir haben nämlich seit 5. Oktober wieder rückläufigen Merkur.


3x im Jahr.
Je 3 Wochen lang.
Um sich 3 Wochen lang das Vergangene anzusehen.


Und diesmal mit der Energie von Skorpion und Waage. (meist wird nur das Startzeichen betrachtet. Schadet aber definitiv nicht, sich eine eventuelle 2. Stimmung anzusehen)


Merkur und Argus,  Peter Paul Rubens - creative commons 



Jaaaa ich hätt euch das eventuell auch früher schon sagen können. 
"Um euch vorzuwarnen."
Aber hättet ihr euch dann vielleicht eher in etwas reingesteigert was gar nicht ist?
Gut möglich.

Und drum schreib ich´s euch eben jetzt.
Genau jetzt um euch erkennen zu lassen, dass da etwas ist, was ihr euch ansehen sollt. Und um euch den Schrecken zu nehmen, dass das keine Tragödie ist, sondern eher als Geschenk gesehen werden sollte.
Ein Geschenk an dem ihr wachsen könnt. Aufräumen, verarbeiten, vergeben, wachsen, weitermachen, stärker werden, leichter werden.
Du kannst dir sicher sein, dass du gerade jetzt genug Kraft, Einsicht und Geduld hast um das durchzustehen.



Also mal im Ernst: Wovor hätte ich euch denn warnen sollen?

Das was gerade passiert, passiert aus einem bestimmten Grund.
Das soll so sein.
Auch wenns vielleicht nicht witzig ist.
Aber rückläufiger Merkur schickt euch mal kurz in den Keller und lässt euch im Dunklen eine Kiste erfühlen und mit hoch nehmen.
Und die macht ihr dann auf.
Bringt sie ans Licht und schaut was da schon so lange drin liegt.

Könnte durchaus sein, dass ihr die Kiste sofort wieder zu machen wollt.
Weil´s zu viel auf einmal ist.
Aber ihr müsst das ja auch nicht innerhalb der nächsten 5 Minuten alles durchforsten.

Ihr habt 3 Wochen.
Ihr habt noch bis 25. Oktober Zeit

Einfach Stück für Stück ein Teil nach dem anderen aus der Kiste holen und ansehen.
Zulassen was ihr da auf einmal fühlt.
Was ihr vielleicht früher schonmal gefühlt habt.
Und vielleicht nie wieder fühlen wolltet….

Eben auch wenn sich´s nicht so fantastisch anfühlt.
Das ist wichtig. Und es ist genau jetzt wichtig.






Und du bist nicht allein.
Ich möchte euch mit dem Artikel hier eben auch zeigen, dass es momentan ganz vielen so geht.
(Gerade die Kommunikation untereinander ist beim rückläufigen Merkur wie verhext. Schon gemerkt, dass viele gerade in der Anfangszeit von RM komplett aneinander vorbei reden??)


Auch andere kämpfen gerade. Der eine mehr, der andere weniger.

Und darum ist auch jetzt genau die richtige Zeit für Verständnis und Toleranz.
Wenn du merkst dass Person XY momentan nicht sie selbst ist, dann frag doch einfach mal ob du helfen kannst.
Warum denn nicht?
Vielleicht fehlt der Person gerade genau das.




Also.
Passt auf euch auf. Helft euren Mitmenschen und kümmert euch um eure alten Kamellen.

Genau jetzt ist es genau richtig.




Gedanken dazu??






http://www.artelista.com/ypimages/Huge/09/MWM08693.jpg
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